Gleichzeitig das Geschehen vor und hinter der Kamera festhalten. Am besten auch noch alles über und unter der Kamera. Scheint unmöglich, doch nicht für das Team von GIROPTIC aus Frankreich. Volle 360-Grad Videos in FullHD-Auflösung, verpackt in einer kleinen, handlichen und sogar wasserdichten Kamera.
Aktuell sammelt das Unternehmen das nötige Kleingeld auf der Crowfunding-Plattform Kickstarter für die 360cam (Kickstarter: FullHD 360-Grad Kamera). Die 360cam gibt`s ab 299 $ (inkl. Steuern) für die ersten 50 Unterstützer. Aktuell muss man mindestens 419 $ berappen. Die Kamera zeichnet das Geschehen durch drei aufeinander abgestimmte Objektive mit 185° Weitwinkel (Fischauge) auf. In Echtzeit setzt die Kamera dann das 360-Grad Video zusammen. Hier das Kickstarter-Video dazu:
Die 360cam
Aufnahmemodi & Bedienung der 360-Grad Kamera
Die 360cam beherrscht neben Video- auch Fotoaufnahmen und hat drei Aufnahmemodi:
- Video-Aufzeichnung (auf Micro SD Karte in mp4-Format)
- Video-Streaming (über WLAN)
- Photo (inkl. Zeitraffer-Aufnahme, Zeitauslöser, HDR-Foto)
Die 360-Grad Kamera lässt sich direkt über Knöpfe an der Kamera bedienen, aber auch per WLAN. Hierzu gibt es eine passende App (für iOS und Android). Der Vorteil der Bedienung per WLAN: Das Handy oder Tablet lässt sich so hervorragend als Monitor verwenden.
Betrachten der 360-Grad Videos und Fotos
Die Videos und Fotos lassen sich mit allen gängigen Bild- bzw. Videoprogrammen ansehen bzw. bearbeiten. Um den 360-Grad Effekt zu erleben, benötigt es jedoch spezielle Programme. Für Fotos funktioniert das online z.B. super mit Google Photo Sphere, auf dem Desktop-Rechner helfen Programme wie KRpano oder Kolor Eyes.
Beispiele
Lieferumfang
- 360cam
- USB Kabel
- 2 aufladbare Akkus (“Stretch Goal 3”)
- Handschlaufe
- Tragetasche
- Kurzanleitung
Je nach gewähltem Paket gibt es noch folgende Zubehöroptionen:
- Objektiv-Aufsätze für Unterwasseraufnahmen
- Videoüberwachung per Adapter (passend für gängige Glühlampenfassungen)
- Video-Streaming Adapter (inkl. LAN-Anschluss)
Technische Daten der 360cam
- 3 Objektive mit 185° Blickwinkel (Fischauge)
- Blickfeld der Objektive: 360° x 300° (der Bereich unter der Kamera kann nicht erfasst werden)
- Optischer Bildstabilisator (über Gyroskop)
- GPS (für Geo-Tagging von Fotos)
- WIFI (2,4 GHZ, 802.11 b/g/n, bis zu 72,.2 Mbps)
- LED- Screen (gebogen)
- Videos 360°: 2048 x 1024 Pixel (Seitenverhältnis 2:1) mit 25 oder 30 FPS (Frames pro Sekunde)
- Zusätzlich: Aufzeichnung mit nur einem Objektiv (zweites “Stretch Goal”)
130° mit 1440×896 Pixeln und 40 FPS oder
107° mit 1280×720 Pixeln und 60 FPS - Auflösung (Fotos): 4096x 2048 Pixel (Seitenverhältnis 2:1)
- Dateiformate: mp4 (Videos), jpg (Fotos)
- Blende: 2,8 (fixiert)
- 3 Mikrofone für Surround-Sound
- Speicher: microSD (bis zu 64 GB)
- Batterie: Lithium-Ionen-Akkus (reicht für ca. 1 Std. Aufnahme am Stück) – aufladen über USB
- Wasserdicht bis 10 Meter (IPX8)
- Größe: 6,9 cm x 6,9 cm
- Gewicht: 180 Gramm
Die Kickstarter-Kampagne
Das Kampagnenziel von 120.000 € wurde längst erreicht und um 700% übertroffen. Aktuell steht die Kickstarter-Kampagne bei knapp 1.200.000 €. Die ersten erweiterten Ziele (“Stretch Goals”) wurden schon erreicht. Mit dem Erzielen von 500.000 € kamen acht Farbvarianten der 360cam hinzu und bei 750.000 € die Option mit nur einer Kamera aufzuzeichen.
Bei 1.000.000 € wurde jedem Unterstützer ein zusätzlicher Akku gratis zu seiner Kamera hinzugefügt. Ab 1.500.000 € soll es zudem ein gratis “Handheld Monopod” geben, aber ob dieses Ziel – bei nur noch 9 Tagen Kampagnenlaufzeit – erreicht wird, ist fraglich. Ab November 2014 sollen die 360cams ausgeliefert werden.
Update: Die Kickstarter-Kampagne hat am Ende über 1.419.000 € eingebracht. Glückwunsch!
Fazit – 360-Grad Kamera
Zugegeben, die 360cam sieht aus wie ein tollpatschiger Frosch … oder eine Mischung aus Darth Vader, K.I.T.T. und E.T.! In jedem Fall eine Kamera zum gern haben – zumindest optisch. Technisch ist die Kamera sicherlich für den großen Massenmarkt konzipiert. Eine Spaßkamera von der man lustige Schnappschüsse erwarten kann, allerdings keine professionellen Ergebnisse. Eine Kamera für den Urlaub oder Ausflüge mit Freunden – nicht mehr und nicht weniger. Zumindest überzeugen mich die Beispielbilder qualitativ überhaupt nicht. Aber das ist sicherlich auch nicht das Ziel der 360-Grad Kamera.

